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MICOS
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Anlage
zum Zwischenbericht „RAPID FLUID“
Schwerpunkt:
Präzisionsbearbeitungssystem für die dreidimensionale
Strukturierung
mit Excimer-Laserstrahlung
Firma Micos Mechanische Instrumente
Optische Systeme GmbH
Berichtszeitraum: 01.01.2004 bis 31.12.2004
Förderkennzeichen 02 PP 1132
Zu
1. Wissenschaftlich-technische Ergebnisse
Ursprünglich war bereits im Oktober 2003 der Demonstrator
des Bewegungssystems aufgebaut und sollte im Rahmen der Projektpräsentation
bei der Firma Micos gezeigt werden. Während der Vorbereitungsarbeiten
wurde leider der innere Rahmen des Luftlagers zerstört,
so dass dieser Rahmen neu hergestellt werden musste. Dies wurde
Ende des Jahres 2003 initiiert und zog sich noch ins Frühjahr
2004 hin, da auch die Fertigungskapazitäten beim Lieferanten
nicht so zur Verfügung standen, wir ursprünglich
geplant. Im Frühjahr 2004 konnte das System wieder aufgebaut
und in Betrieb genommen werden. Die Bewegungsachsen wurden
darauf intensiv vermessen, und es konnten sehr gute Ergebnisse
hinsichtlich der Genauigkeit erreicht werden. Die Messergebnisse
an der x,y Einheit sind überzeugend. Die Messungen wurden
im Zentrum der Einheit, auf dem zukünftigen Arbeitsniveau
durchgeführt.
-
Absolute
Positioniergenauigkeit auf 100mm
<
1.6µm bei y -Achse
(Außenrahmen) und
<
0.7 µm bei der
x-Achse (Innenrahmen,
gemessen
mit Laser-Interferometer 5 nm Auflösung, in einer Höhe
ü
ber Granitbasis von ca.
200 mm, entspricht der
zukünftigen Arbeitshöhe)
-
Integrierte
Meßsysteme: Heidenhain LIP481
mit 2µm Signalperiode, Auflösung 10 nm
-
Nickwinkel
liegen bei ca. 3µrad in y, ca.8µrad
in x
-
Gierwinkel
liegen bei ca. 4µrad in y, ca.11µrad
in x
-
Höhenschlag
ca. 0.3µm in y, ca. 0.2µm in
x
-
Seitenschlag
ca. 0.3µm in y, ca. 0.3µm in
x
-
Orthogonalität
beträgt 3µm auf 180mm,
(x=Referenzachse, y= Messachse
-
Basis:
kalibriertes Rechtwinkligkeitsnormal
Die
erreichten Genauigkeit des Systems liegen
innerhalb der Spezifikationen und sind als
sehr gut zu bezeichnen, insbesondere, da
die absolute Positioniergenauigkeit um mehr
als einen Faktor 10 besser ist, als ursprünglich
festgelegt wurde. Im folgenden sind einige
Messkurven zur Qualifizierung des Systems
dargestellt, am Beispiel des Seiten- und
Höhenschlages der x-Achse bzw. am Beispiel
des absoluten Positionsfehlers der y-Achse
(des Außenrahmens).

Abb. 1 Messprotokoll der x-Achse (Seitenschlag oben / Höhenschlag
unten)

Abb. 2 Absoluter Positionsfehler der y-Achse (Außenrahmen)
Nachdem
die vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen werden
konnten, wurde das System im Juli des Berichtszeitraumes
im Institut für Lasertechnik ILT in Aachen
aufgebaut und in Betrieb genommen. Bereits
im Vorfeld hat es sich gezeigt, dass hinsichtlich
des zu verwendenden Steuerungskonzeptes die
Anwendungsprojektpartner sehr vertraut mit
den Steuerungen der Firma Aerotech sind, so
dass entgegen der ursprünglichen Planung
beschlossen wurde, die gesamte Anlage mit einem
Aerotech Controller UNIDEX 600 als 12 Achser
auszurüsten. Hierdurch ergaben sich nochmals
kleinere Verzögerungen und zusätzliche
Aufwände bei der Firma Micos, da dort
die Aerotech-Steuerung standardmäßig
nicht eingesetzt wird. Im Rahmen der Projektarbeiten
konnte eine Adaption an das Präzisionsbearbeitungssystem
und den dort eingesetzten Linearmotoren durchgeführt
werden.
Im folgenden Bild 3 ist die Anlage nach dem Aufbau
am ILT in Aachen dargestellt.

Abb.
3 Bearbeitungssystem mit angebundenem Laser,
wie es am ILT aufgebaut zur Verfügung
steht Die präzisen, luftgelagerten Achsen
sind hierbei in der X- und Y-Richtung integriert,
während derzeit noch die Rotationsachse
und die Z-Einstellung mit einem gängigen
Hub-/ Drehmodul ausgestattet ist. Im oberen
Bereich des Verfahrtisches ist in einem Gehäuse
die gesamte Strahlführungsoptik untergebracht.
Die ist im folgenden Bilddetail nochmals dargestellt.

Abb. 4 Detailaufnahme des Systems mit integrierter Strahlführungsoptik
Im oberen linken Bereich der Strahlführungsoptik wird der
Laserstrahl in das System eingekoppelt und dann über mehrere
Linsen durch das flexible Spaltsystem durchgeführt, das
eine laterale Formgebung des Laserstrahls ermöglicht. Im
oberen rechten Bereich ist die sogenannte Posaune zu sehen, die
die Strahlenanpassung an die Fokussieroptik vornimmt. Im
normalen Betrieb ist das System nach vorne hin geschlossen und
wird mit trockenem Stickstoff gespült. Das Bewegungssystem
selbst wird im Betrieb durch eine Schutzabdeckung geschützt.
Wenn diese entfernt wird, hat man einen Blick auf die verschiedenen
Träger und Rahmen für den Aufbau der Luftlager. Hier
wurde eine spezielle Bauweise angewandt, so dass über integrierte
Unterdruckkammern der Überdruck des Luftlager und somit
die Krafteinwirkung durch die Lager auf die Rahmenkonstruktion,
kompensiert wird. Der Gesamtaufbau ist im folgenden Bild nochmals
im Detail zu sehen.

Abb. 5 Detailaufnahme des Bewegungssystems
Inzwischen konnten erste größere Versuchsreihen am
ILT durchgeführt werden, wo sich hinsichtlich der dynamischen
Bewegung des Systems noch Optimierungsbedarf abgezeichnet hat,
da es bei schneller Fahrt im Eckenbereich aufgrund der hohen
bewegten Massen zum Überschwingen kommt. Hier müssen
noch die Parameter für die Steuerung besser angepasst werden
bzw. für Kurvenfahrten in Abhängigkeit vom Radius gewisse
Grenzgeschwindigkeiten vorgegeben werden. Diese Arbeiten werden
in der verbleibenden Projektlaufzeit mit begleitet.
Zu
4. Jährliche Fortschreibung des Verwertungsplanes
Im letzten Berichtszeitraum haben sich keine wesentlichen Veränderungen
hinsichtlich des Verwertungsplanes ergeben. Schutzrechtsanmeldungen
oder Erfindungen wurden nicht durchgeführt oder auch keine
Schutzrechte im Projektzeitraum erteilt.
Hinsichtlich der Verwertung hat sich gegenüber dem letzten
Zwischenbericht keine Änderung ergeben. Derzeit ist von allen
Projektbeteiligten geplant, das System auf der Lasermesse im Juni
2005 in München vorzustellen und so mit dem Abschluss des
Projektes die Ergebnisse einem großen Fachpublikum präsentieren
zu können.
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